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Dorfentwicklung Sandhatten Drucken
Dienstag, 5. Februar 2008

Städtebauliche Entwicklung des Dorfes
von Uwe Hollmann

Die größte Veränderung erlebte Sandhatten in den 60iger Jahren. Der Wunsch vieler Menschen
aus den Städten am Wochenende Erholung und Ruhe zu finden, machte auch vor Sandhatten nicht halt. Der Rat der Gemeinde Hatten beschloss am 12.11.1965 den Bebauungsplan Nr. 9 „Wochenendhausgebiet Sandhatten“. Rechtskraft erlangte dieser Bebauungsplan am 12.12.1966. Bei der besagten Fläche handelte es sich um eine Waldfläche, in der schon sehr vereinzelt Häuser standen.

Dieses Wochenendgebiet sah vor, dass auf relativ großen Grundstücken (mindestens 1500 m2) nur ein kleines Haus gebaut werden durfte (Ausdehnung ca. 10 m x 10 m). Ein Hauptwohnsitz war in diesem Gebiet nicht vorgesehen. Im Jahre 1987 beschloss der Gemeinderat eine Neufassung dieses Bebauungsplanes Nr. 9, der am 29.05.1987 rechtsverbindlich wurde. Dabei wurde der Geltungsbereich nicht geändert.

Die Neuerungen bestanden darin, dass nun die überbaubaren Flächen („Bauteppiche“) genau
festgelegt wurden. Textliche Festsetzungen sollten dafür Sorge tragen, das landschaftspflegerische
Belange hinsichtlich des Waldcharakters berücksichtigt wurden. Außerdem sollte die Fläche für die Jugendherberge gesichert werden. Die Veränderung des Dorfes Sandhatten ist jedem sofort ersichtlich, da es sich um eine riesige Fläche (ca. 85 ha) handelt, die das eigentliche Dorf von seinen eigentlichen Dimensionen um einiges übersteigt. Die neue Fläche erstreckt sich von Norden, in westlicher Richtung bis zum Heideweg um den Ortskern und hat eine Ausdehnung von fast einem Kilometer vom alten Dorfrand.
 
 Bebauungsplan
 

Aber auch die Bürger außerhalb des Wochenendgebietes äußerten den Wunsch, einzelneBauplätze auszuweisen, um ihren Kindern die Möglichkeit zu geben, ein Haus in Sandhatten zu bauen. Zu der Zeit waren Baumöglichkeiten nur duch Einzelfallentscheidungen möglich, wenn sie nach dem Bundesbaugesetz genehmigungsfähig waren („Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile“). Für die Bürger war es natürlich sehr schwer nachzuvollziehen, warum die eine Baugenehmigung ausgesprochen, während eine andere versagt wurde.

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Um Baumöglickeiten zu schaffen, wurde in Erwägung gezogen, für das ganze Dorf eine Abrundungssatzung zu erlassen. Auf Grund der Größe des Gebietes und der unterschiedlichen Verhältnisse im Dorf, scheiterte die Aufstellung frühzeitig. Im Jahre 1988 wurde das Dorf Sandhatten in das Förderprogramm zur Dorferneuerung aufgenommen.

Es wurde ein Arbeitskreis „Dorferneuerung Sandhatten“ gegründet. Diesem Kreis gehörten an : Vertreter des Amtes für Agrarstruktur, der Gemeinde Hatten, eines Planungsbüros, Bürger des Dorfes (Landwirte, Selbständige und andere Bürger) , sowie Vertreter aller vier im Gemeinderat vertretenden Fraktionen. Dieser Arbeitskreis hat sich unter anderem auch mit dem Thema der wohnbaulichen Entwicklung in unserem Dorf befasst. Das Ergebnis war ein detaillierter Entwurf, der später die Grundlage für die Erstellung einer Abrundungssatzung mit drei Teilbereichen bildete. In einem langwierigen Prozess fasste der Gemeinderat am 31.05.1994 den Satzungsbeschluss. Rechtskräftig wurde diese Satzung am 21.07.1995. Bis zum heutigen Tage wurden ledig geringfügige Ergänzungen vorgenommen.

In einem weiteren Verfahren wurde die Frage gestellt, ob die im Wochenendgebiet gelegenen
Bauplätze (Häuser) entlang des ganzen Wöschenweges noch die Charakteristika eines
Wochenendgebietes erfüllen. Nach einem langen Meinungsbildungsprozess wurde der Bebauungsplan
9 nach einigen Anläufen geändert. Die Bauplätze entlang des Wöschenweges wurden durch Ratbeschluss in ein „Reines Wohngebiet“ umgewandelt. Rechtskräftig wurde diese Änderung am 12.07.1996.

Die letzte bauleitplanerische Veränderung des Bebauungsplan Nr. 9 erlangte Rechtskraft am 09.10.1998. In diesem Verfahren wurde eine Erweiterung der Wohnbauflächen an der Straße „Am Diersmoor“ in nördlicher Richtung beschlossen (Bebauungsplan Nr. 9.1).
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das Dorf Sandhatten als „bauleitplanerisch“ beordnet einzustufen.

 
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