Weitere Vereine Sandhattens

Sandhatten hat ein vielfältiges Vereinsleben. Hier finden Sie Informationen zum Gesangsverein, zum Boßelverein, zum Turnverein, und zum Murmelverein.

Der Gesangsverein

Hier berichtet der Gesangsverein in Kürze über das gegenwärtige Vereinsleben. Geschichtliches erfahren Sie schon jetzt. Lesen Sie einfach unten weiter.

Aus der Geschichte des Gesangsverein

Ein Verein, der auf ein fast 100-jähriges Bestehen zurückblicken kann, wird immer seine besonderen Ereignisse aufzuzeigen haben. Unser Verein besitzt leider keine näheren Angaben über seine Entstehung. 
Wie kann es anders gewesen sein, als dass sich Sandhatter Männer nach getaner Arbeit in Harms Gaststube zu einem erfrischenden Trunk einfanden und der Abend mit manchem angestimmten Lied verlief. 
Schulleiter Heinemann in der einen Ecke wird sich diese Gelegenheit überdacht haben, um aus dieser fröhlichen Runde im Herbst des Jahres 1894 einen Gesangschor zusammenzustellen.  Unseren alten Sangesbrüdern sind noch einige Namen der Vereinsgründer in Erinnerung: Möhlenhoff, Bart-Backhus, Ahlers, Jacobs, Osterloh. 
Der Verein war 1899 Mitbegründer des Sängerbundes CONCORDIA. Das 5. Bundesfest feierte Concordia erstmalig beim Sandhatter Männergesangverein mit 8 Vereinen am 5. Juni 1904. Chorleiter unseres Vereins war Lehrer Heinemann, Liedervater war Jacobs. Das 13. Bundessängerfest wurde am 1. Juni 1912 in Sandhatten mit Vereinschorleiter Frese abgehalten. Am 15. Februar 1920 trat unser Verein GERMANIA aus dem Bund "Concordia" aus und schloss sich dem neu gegründeten Sängerbund Hatten an. Dieser Sängerbund war nicht von langer Lebensdauer und löste sich bald auf. Demzufolge trat der Sandhatter Männergesangverein am 18. Dezember 1921 wieder dem Sängerbund Concordia bei. Dies geschah in Frerichs Gasthaus Huntlosen. Die Sandhatter Vertreter waren: Jacobs, Backhus,  Barkemeyer. Am 29. Mai 1926 wurde das 22. Bundessängerfest mit Chorleiter Gerdes , am 23. Mai 1937 das 33. Bundessängerfest in Eickhorst Busch, mit Chorleiter Meyer gefeiert. 
Während die Vereinstätigkeit in den Kriegsjahren stark zurückgegangen war, lebte der MGV GERMANIA mit dem Sängerbund Concordia bereits 1946 wieder auf. Zum Kriegsende war neben anderen Dingen auch unsere traditionelle Vereinsfahne als "Souvenier" von den Engländern oder Kanadiern mitgenommen worden. Erst in den 60er Jahren konnte von Bundesliedervater Wilhelm Luttmann eine neue Vereins Fahne geweiht werden. Frau Grete Bruns, Tochter des langjährigen Liedervaters Georg Barkemeyer, hatte die neue Fahne in präziser wochenlanger Eigenarbeit in Seide gestickt. Unser Männergesangverein war am 2.  Juni 1957 wiederum an der Reihe, mit dem Chorleiter Heinz Ballmann das 45. Bundessängerfest unter Backhus Eichen zu feiern. Im Rahmen des traditionellen Stiftungsfestes, das unser Verein seit 25 Jahren alljährlich am ersten Novembersamstag abhält, wurde das 80. Stiftungsfest am 2. November 1974 mit 
 gutem Erfolg gefeiert. Auf dem 82. Stifungsfest am 6. November 1976 wurde unser Chorleiter Rektor Heinz Ballmann nach 25jähriger Dirigentenschaft von unserem Verein und der Gemeinde Hatten mit Urkunden und der Ehrenplakette geehrt. Zu unserem 70. Bundessängerfest, dass wir am 6. Juni 1982 mit Heinz Ballmann feierten, hatte unser Festausschußvorsitzender Adolf Bruns ein erfolgversprechendes Programm aufgestellt. Für Kommers und Festablauf "konnte er die Musikkapelle und Trachtengruppe aus Inzell verpflichten. Am 2. September 1984 beging unser Verein das 90-jährige Vereinsjubiläum. Bei schönem Wetter war das Festzeit überfüllt. Zur Bereicherung des Programms hatte der Festausschuß die Braker Bundesbahn-Blaskapelle und die Chantygruppe Frie-drichsfehn geladen. Auf dem 94. Stiftungsfest wurde unser Dirigent Heinz Ball- 
 mann nach 39-jähriger, treuer Mühewaltung von unserem Verein und dem Bundesvorsitzenden Ernst Wilkens ehrenvoll in Dankbarkeit verabschiedet und der neue Dirigent Harm-Dirk Wellmann mit den besten Wünschen für einen guten Start in sein 
 Amt eingeführt. Die regelmäßigen wöchentlichen Singabende werden immer gut 
 besucht. Im Anschluß an die Singabende wird nicht selten über allgemeine Belange des Dorfes gesprochen. Der Gesangverein hat in gesellschaftlicher Hinsicht viel Erfreuliches geleistet. Hiervon zeugen auch die Auftritte bei örtlichen und überörtlichen Veranstal-tungen und Jubiläen bzw. besonderen Anlässen, bei denen ein gutes Repertoire an 
 Volks- und Chorliedern dargeboten wird. 


[Text von Werner Jacobs: aus "750 Jahre Sandhatten, Geschichte eines Dorfes, Sandhatten 1990 ]

Hier berichtet der Boßelverein in Kürze über das gegenwärtige Vereinsleben. Geschichtliches erfahren Sie schon jetzt. Lesen Sie einfach unten weiter.

Aus der Geschichte des Boßelvereins

Der erste Gedanke, daß Boßeln in Sandhatten einzuführen, ging von dem damaligen Gastwirt Fritz Schröder aus. Er war gebürtig aus Westerscheps, einem Ort, der auf lange Boßeltradition zurückblicken kann und auch heute zu den erfolgreichsten Boßelvereinen zählt. Fritz Schröder gehörte diesem Verein an und war ein leidenschaftlicher Boßler . 
 Obwohl er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage war, diesen Sport selbst auszuführen, so wünschte er sich doch, dass dieser Traditionssport auch in Sandhatten 
 betrieben würde. Er sprach verschiedene junge Leute an, die Gefallen an diesem Sport finden könnten. Der Boßelverein wurde dann am 12. März 1967 gegründet und zugleich die Satzung beschlossen. Als Name wurde damals "BV Luchtenborch" beschlossen. Von den damaligen 16 Gründungsmitgliedern sind heute noch 6 Mitglieder im Boßelverein Sandhatten: Jochen Hollmann, Gerd Schröder, Alfred Mönnich, Hartmut Eilers, Rolf Jelenc, Karl-Heinz Mönnich. Ab dem Jahre 1968 nahm der Boßelverein mit einer Herrenmannschaft an Rahmenwettkämpfen (Punktewettkämpfen) mit minderem 
Erfolg teil. Den größten Erfolg erreichte in dieser Zeit die Schülermannschaft (unter 15 Jahre) mit dem Gewinn der Kreismeisterschaft. Im Jahre 1976 gründete sich eine Frauenabteilung die auch an den Rahmenwettkämpfen teilnahm. In der Versammlung vom 7. Februar 1977 wurde beschlossen, nicht mehr an den Rahmenwettkämpfen teilzunehmen, die terminlichen Probleme zu einer dauernden Überanspruchung 
 der Wettkämpfer führte. Die zahlreichen Freundschaftswettkämpfe mit den benachbarten Vereinen sollten nun zum sportlichen Schwerpunkt werden. Am 20.10.1978 wurde durch die Mitgliederversammlung eine neue Satzung beschlossen. Mit dieser neuen Satzung wurde auch der Name des Vereins in "B. V. Sandhatten" geändert, da es schon einen Verein mit ähnlichen Namen (Leuchtenburg) gab. Durch den neuen Namen 
 sollte auch der Ortsname Sandhatten bekannter gemacht werden. Im Jahre 1980 wurde der Beitritt des Boßelverein in den Landessportbund beschlossen, beantragt und vollzogen. Die Mitgliederversammlung beschloss auf Wunsch der aktiven Boßler am 28.8.1981 wieder an den Rahmenwettkämpfen teilzunehmen. Somit wurde in der nächsten Saison 1981/82 unser Verein in der damals niedrigsten Kreisklasse (6. Kreisklasse) eingestuft. In der Saison 1982/83 nahmen dann auch die Frauen an den Rahmenwettkämpfen teil. Sie begannen in der 4. Kreisklasse (niedrigste Klasse). 


[Text von Uwe Hollmann: aus "750 Jahre Sandhatten, Geschichte eines Dorfes, Sandhatten 1990 ]

Der Turnverein

Hier berichtet der Turnverein in Kürze über das gegenwärtige Vereinsleben. Geschichtliches erfahren Sie schon jetzt. Lesen Sie einfach unten weiter.

Aus der Geschichte des Turnvereins

Der Turnverein Sandhatten wurde am 09. Mai 1920 gegründet und kann somit auf eine langjährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Zum 1. Vorsitzenden ist in der Gründungsversammlung Georg Mönnich, der dem Turnverein bis ins hohe Alter verbunden war, gewählt worden. Georg Mönnich war es auch, der kurz nach dem Krieg das Vereins leben stark aktivierte. Neben dem Turnen wurde Fußball, Schleuderball, Faustball und  Leichtathletik betrieben. Ferner gab es eine Frauengynastikgruppe. Das Turnen wurde in der Regel im Winter auf "Schwepes Saal" durchgeführt. Die sonstigen Sportarten fanden zunächst auf "Schwepes Weide" statt. Bereits 1921 hat Georg Barkemeyer dem Verein ein Gelände "Hinter den Büschen" zur Verfügung gestellt, das dann als Turn- und Sportplatz von den Sportlern hergerichtet wurde. Ein Jahr später konnte der Spielbetrieb auf eine günstiger gelegene Weide des Bauern Barkemeyer an der Huntloser Straße verlegt werden. Schließlich ist dann das jetzige Sportplatzgelände vom Turnverein gekauft worden. Dieser Sportplatz steht heute noch im Eigentum des Turnverein Sandhatten. 

Auf diesem Platz wurde bis zur Auflösung der Schule Sandhatten auch der Schulsport betrieben. Durch die Einrichtung von Sporthallen und den Neubau von Sportplätzen in Kirchhatten und Sandkrug sowie der Verlagerung des Schulbetriebes gingen die Vereinsaktivitäten des Turnverein Sandhatten in den letzten 20 Jahren stark zurück. Seit ca. 15 Jahren dient der vereinseigene Sportplatz daher als Bolzplatz für die Sandhatter Dorfjugend sowie als Übungsplatz für die Feuerwehr.
Im Jahr 1990 zeichnen sich jedoch neue Aktivitäten ab. In der Mitgliederversammlung im Frühjahr dieses Jahres wurden 30 neue Mitglieder in den Turnverein Sandhatten aufgenommen. Damit ist der Mitgliederbestand auf 50 Personen angewachsen. 

Der starke Mitgliederzuwachs ist überwiegend durch jüngere Mitglieder erfolgt. Erklärtes Ziel des Turnverein Sandhatten ist eine ordnungsgemäße Herrichtung des Sportplatzes, damit wettkampfmäßige Sportarten, insbesondere Fußball, betrieben werden können. Es sind erhebliche finanzielle Mittel hinzusetzen, die dem Verein so nicht zur Verfügung stehen. Aus diesem Grunde wird zur Zeit nach Finanzierungsmöglichkeiten gesucht. Es zeichnet sich ab, dass noch im Herbst 1990 mit den erforderlichen Arbeiten begonnen werden kann. 

[Text von Werner Jacobs: aus "750 Jahre Sandhatten, Geschichte eines Dorfes, Sandhatten 1990 ]